Aktions- und Werkklasse

Schulverweigerungsprojekt

Vor dem Lernen steht das ANKOMMEN

Gliederung

Einleitung

Schulabsentismus kann vielfältige Ursachen haben und braucht dementsprechend ein breites Angebot von Hilfen, die individuell zusammengestellt werden. Diese Arbeit leistet das Projekt „Aktions- und Werkklasse“ an der Peter Härtling Schule, in Kooperation mit der Diakonie Wuppertal, Kinder-Jugend- Familie.

Das vom Landesjugendamt LVR-Rheinland, geförderte Schulverweigerungsprojekt ist ein Unterstützungsangebot für Jugendliche und ihre Eltern.

Seit 1997 widmet sich das Projekt „AuW“ genau diesen Schüler/innen, die über lange Phasen nicht mehr im Lern- und Lebensraum Schule angekommen sind.

In der Regel sind dies schulpflichtige Jungen und Mädchen, im Alter von 12-14 Jahren aus unterschiedlichen Schulformen, die teilweise bis zu drei Jahren die Schule nicht besucht haben. Dies kann unterschiedliche Gründe beinhalten. Somit haben wir es überwiegend mit Jugendlichen zu tun, die Schule nicht VERWEIGERN, sondern aufgrund verschiedenster Problembelastungen nicht in der Lage sind, an Schule in der Form teilzunehmen, wie es Gleichaltrige tun.

Es gilt also, die zugrundeliegenden Probleme zu erkennen, sie gemeinsam mit den Jugendlichen anzugehen und zugleich für eine gewisse schulische Normalität, Lernerfolge und ein Vorankommen zu sorgen.

Dies erreicht das Projekt „AuW“ durch das Zusammenspiel von Jugendhilfe und Schule.

Das Kernteam für die tägliche Arbeit der Aktions- und Werkklasse besteht aus einer Sozial- und zwei Sonderpädagogen.

Kerninhalte der Arbeit:

  • Erstmal wieder andocken
  • Beziehungsarbeit
  • Persönliche/ individuelle Lernpläne
  • Vielschichtige Begleitung
  • Motivation, Bereitschaft entwickeln, zur Verhaltensveränderung

Das Projekt versteht sich als ein gemeinsamer Handlungsansatz, um umfassender und intensiver, als es Schule allein bisher möglich war, nach Wegen, Hilfen und Möglichkeiten zu suchen, diesen Kindern und Jugendlichen wieder Orientierungen, Hilfen sowie auch persönliche und gesellschaftliche Perspektiven zu bieten.

Die Maßnahme ist auf einen Zeitraum von max. zwei Jahren ausgelegt, danach bestehen folgende Möglichkeiten- Rückschulung in eine Regelklasse -Wechsel in eine inklusiv betreute –Regelklasse -Wechsel in eine andere Lerngruppe der Förderschule.

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